Das Tor zur Quebrada de Humahuaca

Argentinien - Purmamarca

Von den Salinas Grandes ging es entlang der Ruta 52 (der nördlichsten geteerten Andenpassstraße Südamerikas) über den 4200m hohen Pass Cuesta de Lipán nach Purmamarca. Die Aussicht war atemberaubend - die Berge lagen teilweise wie schlafende Schildkröten vor uns und verloren ihre abgerundete Form erst am Fuß, wo der Fels in einem zerklüfteten Relief endet.

Purmamarca ist ein kleines, idyllisches Städtchen mit etwa 2000 Einwohnern auf 2200m Höhe, das seinen Platz zwischen dem Berg der sieben Farben und den angrenzenden Kordilleren gefunden hat.

Als Verkehrsknotenpunkt bestand der in der Provinz Jujuy gelegene Ort schon lange bevor die Spanier im 17. Jahrundert hier einmarschierten. Auch heute noch ist der koloniale Baustil an vielen Stellen zu sehen, so z.B. bei der Igelsia de Santa Rosa de Lima, der 1648 erbauten Kirche.

Die größte Attraktion ist jedoch der Cerro de los Siete Colores, der siebenfarbige Berg. Über 600 Millionen Jahre hat es gedauert, bis sich seine heutige Erscheinung durch komplexe geologische Prozesse herausgebildet hat.