Die Wasserfälle von Iguazu

Argentinien - Puerto Iguazú
Die Wasserfälle von Iguazú befinden sich direkt an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Sie sind gemessen an ihrer Breite die größten Wasserfälle der Welt. Gespeist werden sie vom Fluss Iguazú und erstrecken sich mit einer Gesamtzahl von 275 einzelnen Wasserfällen über eine Ausdehnung von 2,7 km.

Die Wasserfälle waren schon Kulisse mehrerer Kino-Filme, zuletzt für The Mission mit Robert de Niro und Jeremy Irons. Beim Dreh dieses Films wurden viele der Besucherbalkone abgerissen und nach den Dreharbeiten wieder neu errichtet.

Sowohl der argentinische als auch der brasilianische Nationalpark wurden in den 1980er Jahren in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Als wir die Wasserfälle besuchten führten diese extrem viel Wasser, daher auch die braune Färbung auf den Fotos.

Von unserem Hotel aus in Puerto Iguazú machten wir zwei Tagesausflüge zu den Wasserfällen - einmal auf der brasilianischen Seite und einmal auf der argentinischen Seite.

Die brasilianische Seite - Cataratas do Iguaçu

Da sich die meisten Wasserfälle auf der argentinischen Seite befinden, sagt man auch, die Argentinier haben die Bühne und die Brasilianer das Schauspiel. Ein dementsprechend großartiger Panoramablick auf das Naturspiel bietet sich dem Besucher von der brasilianschen Seite aus auf die stürzenden Wassermassen.

Wir sind in einer kleinen Reisegruppe mit dem Bus über Foz do Iguaçu zu den Wasserfällen gefahren. Im Nationalpark sahen wir nach kurzer Fahrt die ersten Gischt-Fontänen und konnten die tosenden Wasserfälle vor allem auch bald hören.

Zu Fuß ging es auf dem Wanderweg entlang der Wasserfälle zur Hauptaussichtsplattform, die uns über einen langen Steg sogar mitten ins Getose brachte. Wasserscheu darf man hier nicht sein - als wir wieder draußen waren trieften unsere Klamotten an jeder Stelle.

Über einen Aufzug ging es dann zur oberen Aussichtsplattform, die einen beeindruckenden Blick auf einen Teil der Wasserfälle offenbarte.

Die argentinische Seite - Cataratas del Iguazú

Am nächsten Tag fuhren wir auf der argentinischen Seite zunächst mit der Nationalparkbahn an den Zugang zur Garganta del Diablo - der Teufelsschlucht.

Über einen langen Steg gelangten wir direkt an den Rand der Garganta. Von der aufsteigenden Gischt durchnässt, aber restlos beeindruckt und sprachlos beobachteten wir das grandiose Schauspiel, das sich uns bot.

Mit unvorstellbarer Kraft und Lautstärke stürzten sich die Wassermassen über den Abgrund, um mit Getöse unten aufzuschlagen und immer wieder große Gischtschwaden nach oben zu schicken.

Nachdem die Sonne uns auf dem Rückweg zur Bahn wieder getrocknet hatte, ging es weiter zu den Balkonen entlang der restlichen Wasserfälle. Hier bot sich uns ein fantastischer Blick auf die unterschiedlich hohen und breiten Cataratas, wie die Wasserfälle im Spanischen genannt werden.

Auch einen Ausflug auf dem offenen Pritschenwagen in den subtropischen Regenwald machten wir mit. Beim Gran Aventura wurden uns seltene Pflanzen und Tiere gezeigt, die nur mit geübten Auge zu entdecken waren.

Damit wir auch noch einmal so richtig nass wurden, bildete den Abschluss der Tour eine Bootsfahrt direkt in(!) die Wasserfälle. Gekonnt wurden wir im Schlauchboot ganz nah an den Fuss der Wasserfälle herangefahren - wobei kein Zentimeter des Körpers trocken blieb.

Am dritten Tag hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von den Subtropen, vom Flugzeug aus durften wir aber noch einen letzten Blick auf die Garganta del Diablo von oben werfen.