Buenos Aires - Stadt des Designs

Argentinien - Buenos Aires
Nach unserem 14-stündigen Flug von München über Rom kamen wir um 9 Uhr morgens erschöpft aber erwartungsvoll in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, an. Vom internationalen Flughafen Ezeiza fuhren wir mitten ins Herz der argentinischen Metropole, wo wir privat bei Freunden wohnen durften.

Buenos Aires ist eine beeindruckende Stadt. Weniger durch das bauliche Erscheinungsbild als viel mehr durch den Puls, der in dieser Stadt schlägt.

In den Straßen - insbesondere in den zentrumsnahen - "wuseln" die Menschen und Autos gleichermaßen kreuz und quer auf dem zur Verfügung stehenden Raum. Das Leben ist geprägt von hektischem Treiben und Straßenlärm.

In den Häusern ist es dagegen meist ruhig und geruhsam - das gilt gleichermaßen für die Geschäfte als auch für die Privaträume, die wir kennenlernen durften. Die hektischen Verkehrsteilnehmer scheinen innerhalb der Häuser schnell zu ihrer Ruhe zurückzufinden und begegnen einem mit unerwarteter Herzlichkeit und Freundlichkeit.

Das äußere Stadtbild von Buenos Aires ist eine wilde Mischung aller möglichen Baustile. Einzig das Raster ist gemäß einer typischen südamerikanischen Planstadt fest vorgegeben. Innerhalb der Quadras finden sich vereinzelt noch gründerzeitliche Gebäude, umrahmt von Häusern aller folgenden Epochen und aller Größen bzw. Höhen.

Stadtplanerisch ein Trauerspiel, aber genau das macht vielleicht auch die Faszination dieser Stadt aus.

Avenida 9 de Julio

Die Hauptschlagader Buenos Aires' ist die Av. 9 de Julio, die mit ihrem Namen an den Unabhängigkeitstag von Argentinien erinnert. Mit 140m Breite und 20 Fahrspuren ist sie die breiteste Straße der Welt.

In der Mitte steht der Obelisk (El Obelisco), eines der großen Wahrzeichen von Buenos Aires. An seiner Stelle wurde das erste Mal die argentinische Flagge gehisst.

Plaza de Mayo

Im Herzen Buenos Aires' liegt der Plaza de Mayo, das Gründungsgebiet der Stadt. Er ist u.a. umgeben von der Catedral, dem alten Rathaus (Cabildo) und dem Casa Rosada, dem Präsidentenpalast.

Puerto Madero

Der Stadtteil Puerto Madero ist das jüngste Viertel der Stadt. Ähnlich den Häfen in anderen großen Städten wurde auch der ehemalige Hafen von Buenos Aires seit den 1990er Jahren saniert und umfunktioniert. So findet man hier heute keine Schiffe mehr, sondern moderne Architektur, Kultur, hohen Erholungswert und trendige Bars und Restaurants.

Beeindruckende Wolkenkratzer prägen das Bild des Puerto Madero und bieten den Bewohnern der Hafenstadt einen sicherlich atemberaubenden Blick auf die Stadt und den Rio de la Plata.

San Isidro und Tigre

Nicht weit von Buenos Aires entfernt, am Delta des Rio de la Plata befinden sich die Städtchen San Isidro und Tigre, die es auf alle Fälle lohnt, zu besuchen. Besonderes Tigre beeindruckt durch den Puerto de Frutos, seinen Markt. Und auch eine Schiffahrt durch die Wasserstraßen des Deltas mit Blick auf die vielen kleinen Ferienhäuser der Städter ist ein lohnenswertes Erlebnis.

Plaza San Martin

Am Plaza San Martin, nahe des Hauptbahnhofs, befindet sich der Torre de los Ingleses, ein Uhrenturm, der ein Geschenk der aus England stammenden Argentinier war. Nach dem Falklandkrieg (seit dem die Argentinier nicht mehr so gut auf die Engländer zu sprechen sind) wird er allerdings auch gerne nur Torre Monumental genannt.

China Town

Im Stadtteil Belgrano befindet sich das chinesische Viertel von Buenos Aires. Ähnlich wie in anderen Großstädten findet man in China Town zahlreiche asiatische Restaurants und Supermärkte mit aisiatischen Lebensmitteln.

Barrancas

Nicht weit von China Town im Stadtteil Belgrano liegt der Park Barrancas, der zur Erholung einlädt und in dem sich auch eine Nachbildung der Freiheitsstatue befindet. Im oberhalb gelegenen öffentlichen Pavillon kann man den Tanzschülern beim Tango üben zusehen.

La Boca

La Boca zählt wegen seiner originellen Häuser zu den bekanntesten Staddteilen von Buenos Aires. In bunten Farben begrüßen sie den Besucher und laden in zahlreichen Cafés und Resturants mit Tango-Vorführungen zum Verweilen ein. In den Straßen wird Kunsthandwerk angeboten und die Lebensfreude scheint hier auch heute noch größer zu sein als in den übrigen Teilen der Stadt.

Cementerio de la Recoleta

Auf dem Friedhof La Recoleta fanden zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte. Neben Präsidenten, Profisportlern, Wissenschaftlern und Schauspielern findet sich hier auch das Grab von Evita Perón.

Floralis Genérica

Im wohlhabenden Stadtteil Recoleta befindet sich ebenfalls der Parque Thays mit der Floraolis Genérica. Diese metallene Blume öffnet sich ganz nach dem Vorbild ihrer lebendigen Artverwandten jeden Tag bei Sonnenaufgang und schließt sich wieder bei Sonnenuntergang.